27.11.2019

Erfolgsmodel Wind: Nordhessische Windparks leisten erfolgreichen Beitrag zum Klimaschutz in der Region

Strom für 90.000 Haushalte

Kassel, 26. November 2019. Die vier Windparks Kreuzstein, Söhrewald/Niestetal, Rohrberg und Stiftswald haben im Jahr 2018 die Erwartungen bei der Stromerzeugung übertroffen. Die drei Windparks haben in Summe über 216 Millionen Kilowattstunden (kWh) erzeugt und damit rund 150.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Der Strom aller vier Windparks wurde vollständig in das Kasseler Verteilnetz eingespeist. Rechnerisch wurden damit 90.000 Haushalte mit einem jährlichen Strombedarf von je 2.500 kWh versorgt. Damit setzt sich der Erfolg der erneuerbaren Energien und ihr Beitrag zur sauberen Stromversorgung der Region fort.

 

Die in Kassel ansässige Verwaltungsgesellschaft der drei Windparks Söhrewald/Niestetal, Rohrberg und Stiftswald war mit dem wirtschaftlichen Ergebnis ausgesprochen zufrieden. Dr. Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke, die an den drei Windparks beteiligt sind, sie projektiert und gebaut haben und sie jetzt technisch betreiben, berichtete: „In Summe zahlen die drei Windparkgesellschaften knapp 2,3 Millionen Euro an die Gesellschafter aus, also die Stadtwerke des Verbundes Stadtwerke Union Nordhessen (SUN), nordhessische Gemeinden, mehrheitlich aber Bürgerenergiegenossenschaften. Hinzu kommen Gewerbesteuern an die Kommunen Kaufungen, Helsa, Hessisch Lichtenau, Söhrewald, Niestetal und Kassel von voraussichtlich mehr als 0,5 Millionen Euro. „Die Gewinne und die Gewerbesteuern verbleiben also fast vollständig in Nordhessen und erhöhen die regionale Wertschöpfung spürbar“, so Maxelon.

 

Der Windpark Kreuzstein, ein Gemeinschaftsprojekt der SUN, ging nach der Test- und Erprobungsphase im Frühjahr 2018 in den regulären Betrieb. „Dennoch hat der Windpark knapp 60 Millionen kWh Strom produziert und lag damit nur knapp unter dem Jahreszielwert für ein gesamtes reguläres Betriebsjahr. Damit bestätigt er unsere Planungen und Erwartungen“, erläutert Martin Rohmund von den Stadtwerken Eschwege, die die kaufmännische Betriebsführung des Windparks verantworten. Eine erste Ausschüttung ist bereits für dieses Jahr geplant.

 

Lars Rotzsche, Geschäftsführer der Kasseler Verwaltungsgesellschaft, ist mit dem Betrieb der Anlagen zufrieden: „Auch aus technischer Sicht war das Betriebsjahr 2018 zufriedenstellend. Die Anlagen hatten keine relevanten Schäden oder Ausfälle und eine technische Verfügbarkeit von 95 bis 99 Prozent.“ Die zum Windpark Söhrewald/Niestetal gehörende Freiflächen-Photovoltaikanlage Sandershäuser Berg mit Ost-West-Ausrichtung erzeugte 708.000 kWh Strom, geplant waren 600.000 kWh.

 

Das Windjahr 2018 war etwas schlechter als 2017 und damit leicht unterdurchschnittlich. Dennoch lagen die Erträge im Sollbereich. „Wir kalkulieren grundsätzlich vorsichtig. So reduzieren wir Risiken und erbringen bisher die prognostizierten Erträge“, erläutert Markus Jungermann, ebenfalls Geschäftsführer der Verwaltungsgesellschaft.

 

 

 

„Seit Anfang dieses Jahres beliefern wir unsere Kunden auf Wunsch mit Windstrom der Anlagen im Stiftswald. Möglich wird das durch das sogenannte Regionalnachweisregister des Umweltbundesamtes. Dabei wird der EEG-geförderte Stromanteil im Strommix durch Windstrom des Windparks Stiftswald ersetzt“, berichtet Werke-Chef Maxelon. Kunden können diesen Windstrom in einem Umkreis von 50 Kilometern rings um den Windpark beziehen. Referenzpunkt ist der Einspeiseknoten im Umspannwerk des Kraftwerks an der Neuen Mühle.